Aktuelle Rechtsprechung zur Zuschätzung bei nicht ordnungsgemäßer Kassenführung

von Rechtsassessor Dr. Matthias H. Gehm, Limburgerhof und Speyer

Der BFH (14.8.18, XI B 2/18, Abruf-Nr. 205478) hat darüber entschieden, ob das Finanzamt zur Schätzung gem. § 162 AO befugt ist, wenn bei einer Registrierkasse Stornierungen in den Tagesendsummenbons (Z-Bons) nicht ausgewiesen sind, sondern allein die verbleibende Differenz. Zugleich hat der BFH Stellung bezogen, inwieweit Schätzungen nach amtlichen Richtsatzsammlungen als geeignet erscheinen.

Der Staat unterstützt das Engagement eines Vereins durch steuerliche Vergünstigungen für die Vereine selbst, aber auch für die ehrenamtlich tätigen Mitglieder.
Aus diesem Grund hat das Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg beschlossen, die Nichtbeanstandungsgrenze von Aufmerksamkeiten eines Vereins an seine Mitglieder von bisher 40 Euro auf 60 Euro zu erhöhen.

Zum 01.01.2019 hat der Gesetzgeber den Umgang mit Warengutscheinen neu geregelt.

Warengutscheine sind im Einzelhandel ein nicht unwichtiger Bestandteil des Geschäfts.
Bisher (= bis 31.12.2018) wurde der Verkauf eines Gutscheins umsatzsteuerlich wie folgt behandelt: Der Verkauf eines Gutscheines bei Ihnen führte nicht zu einem Umsatz, der der Umsatzsteuer unterliegt. Umsatzsteuer mussten Sie erst dann an das Finanzamt bezahlen, wenn der gekaufte Gutschein vom Beschenkten eingelöst wurde.

Förderung der Elektromobilität durch Halbierung der Bemessungsgrundlage

Mit der Neufassung von § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 soll die im Koalitionsvertrag beschlossene Maßnahme zur Halbierung der Bemessungsgrundlage bei der Dienstwagenüberlassung von Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge umgesetzt werden (jetzt 0,5 % statt 1 % des inländischen Listenpreises).
Die Neuregelung ist für Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge anzuwenden, die extern aufladbar, die im Zeitraum vom 1.1.2019 bis zum 31.12.2021 angeschafft oder geleast werden. Für vor und nach diesem Zeitraum angeschaffte oder geleaste Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge, die extern aufladbar sind, gilt der bisherige Nachteilsausgleich weiter.

Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten bei Baudenkmälern optimal nutzen

von Prof. Dr. Dennis Klein, Steuerberater, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht, Hannover/Toppenstedt

Die steuerliche Denkmalförderung genießt den Ruf einer der „letzten Steuer-Sparoasen" auf deutschem Boden (Kaligin, DStR 08,1763). Sie eröffnet sowohl bei Erwerbs- als auch bei Privatnutzung von Baudenkmälern privilegierte Abzugsmöglichkeiten von Herstellungs- und Erhaltungsaufwendungen. Freilich sind gewisse Fallstricke zu beachten, wenn man sich die beachtlichen Gestaltungsspielräume bei Sanierungsfällen sichern will.